Kirchenschließung und Lante-Verkauf waren Thema.

Herbert Fleing mahnt mit Blick auf die Zukunft: „Es kann nicht sein, dass man uns alles wegnimmt.“
Herbert Fleing mahnt mit Blick auf die Zukunft: „Es kann nicht sein, dass man uns alles wegnimmt.“

Herbert Fleing mahnt mit Blick auf die Zukunft: „Es kann nicht sein, dass man uns alles wegnimmt.“

Gerhard Bartsch

Herbert Fleing mahnt mit Blick auf die Zukunft: „Es kann nicht sein, dass man uns alles wegnimmt.“

Hatzfeld. Der Bürgerverein Hatzfeld hat zur Mitgliederversammlung ins Restaurant des Hockeyclubs Gold-Weiss am Gelben Sprung geladen und weit über 70 Gäste waren gekommen. Neben erfreulichen Rückblicken auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres kam allerdings auch Sorge um die Zukunft des Stadtteils zur Sprache.

Aus Hatzfelder Sicht gab es in letzter Zeit so manche Kröte zu schlucken. Schulschließung, Fahrplanausdünnung, Kirchenschließung, Lante-Sperrung und nicht zuletzt der umstrittene Ersatzfußweg durch die Köbo-Halle. „Es kann nicht sein, dass man uns alles wegnimmt“, sagte der Vorsitzende Herbert Fleing. Irgendwann setze Strukturwandel ein, zögen Leute fort. „Soweit sollte es nicht kommen.“

Zum Thema Kirchenschließung war der sichtlich bewegte Pfarrer Walter Lang gekommen. Er sprach von „Schockstarre und richtig großer Wut“. Angesichts der Lage in der Gesamtgemeinde hatte er wenig Gutes zu verkünden.

300 000 Euro betrage das jährliche Defizit. „Wenn wir nichts tun, sind wir bald pleite“, sagte er. Nicht Kirchenaustritte ließen die Gemeinde schrumpfen, es gebe einfach immer weniger Gemeindeglieder. Auf Hatzfeld bezogen habe es 3400 in den 70er-Jahren gegeben, heute no+ch etwas über 1400.

Nicht jedes Angebot könne die Gemeinde flächendeckend anbieten. Kinder- und Jugendarbeit werde sich zum Beispiel auf Heidt konzentrieren, wo vergleichsweise viele junge Familien wohnten. Jetzt müsse das Gespräch miteinander gesucht werden. Gelegenheit dazu ist am 22. März um 19 Uhr auf der Bezirksversammlung in der Hatzfelder Kirche.

Der Fußweg durch die Köbo-Halle war ein weiteres Thema. Der Anwohner Meinolf Schlüter bemängelte unter anderem zersplitterte Scheiben und ölverschmierten Boden. Fleings Bedenken galten der Zeit: In einem Jahr sei alles voller Graffiti, werde uriniert. „Dann ist er da, der Angstraum.“ Lange Jahre habe es eine gute Nachbarschaft zu Köbo gegeben, es wäre schön, dahin zurück zu kommen. Auch Schlüter meinte zur Lante insgesamt: „Wir wollen den Kompromiss. Wir wollen keinen Streit.“

 

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