Der Weihnachts-Express der Bergischen Museumsbahnen fuhr am Wochenende durch das Kaltenbachtal.

Jesse (6) freute sich über den Besuch beim Nikolaus – er bekam wie alle Kinder eine Nikolaustüte mit Leckereien überreicht.
Jesse (6) freute sich über den Besuch beim Nikolaus – er bekam wie alle Kinder eine Nikolaustüte mit Leckereien überreicht.

Jesse (6) freute sich über den Besuch beim Nikolaus – er bekam wie alle Kinder eine Nikolaustüte mit Leckereien überreicht.

Uwe Schinkel

Jesse (6) freute sich über den Besuch beim Nikolaus – er bekam wie alle Kinder eine Nikolaustüte mit Leckereien überreicht.

Kohlfurth. Die Straßenbahn ist voll, auf jedem zweiten Platz sitzt ein Kind. Der Schaffner kommt, kontrolliert die Fahrkarten der kleinen Fahrgäste. Jan fragt seinen Vater, warum er keine vorzeigen muss. „Die Fahrkarte gilt für uns beide, ohne euch Kinder dürften wir gar nicht mitfahren“, erklärt Peter Thomas. Das stimmt – auf der Fahrt zum Nikolaus darf ein Erwachsener nur als Begleitperson eines Kindes mit.

Am Samstag und Sonntag ist die historische Straßenbahn wieder durch das Kaltenbachtal Richtung Cronenberg gefahren. Im 45-Minuten-Takt von morgens 10 Uhr bis zum Abend, wenn es dunkel wird, fährt an einem Wochenende im Jahr der Weihnachts-Express zum Nikolaus. Die Bahn ist dann weihnachtlich geschmückt und daran zu erkennen, dass ein Bildchen vom Weihnachtsmann die Nummer ersetzt. Die Kinder blicken gespannt durch die beschlagenen Scheiben, während die Straßenbahn in einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern die Stunde durch den Wald fährt. „Sie könnte schneller fahren, tut es aber nicht“, sagt Schaffner Tim Oelbermann. Auf der Museumsstrecke sind 60 Kilometer die Stunde nicht erlaubt.

Auf einer Lichtung wartet der Nikolaus mit seinem Esel

Kleine Holzengelchen baumeln währenddessen im Waggon. Nach zwei Kilometern Fahrt, hören die Fahrgäste ein Glöckchen klingeln. Die Straßenbahn macht an der Haltestelle Kaltenbach halt. Dort ist eine Lichtung mit Stroh ausgestreut, ein Esel ist zu sehen und der Nikolaus. Im roten Mantel und mit langem weißem Rauschebart begrüßt er die Kinder. Die kleinen Gäste steigen aus und staunen. Es regnet, das ist nicht so schlimm. „Letztes Jahr konnte die Bahn wegen des vielen Schnees an einem Tag gar nicht gefahren“, sagt Straßenbahnfahrer Arne Bergmann. Die Kinder stellen sich zum Nikolaus unters Zeltdach. Dort bekommen sie eine Geschenktüte, mit Obst, Süßigkeiten und einer kleinen Überraschung. Dann geht es wieder zurück.

Der Nikolaus winkt zum Abschied und die Bahn setzt sich in Bewegung. Endstation „Kohlfurther Brücke“, wieder am Betriebshof angekommen steht für viele Kinder fest, dass sie auch nächstes Jahr wieder mit der Straßenbahn zum Nikolaus fahren wollen und Peter Thomas wird Jan dann wohl zum fünften Mal begleiten.

Die Abfahrten der historischen Straßenbahn gingen am Samstag und Sonntag ab dem Betriebshof der Bergischen Museumsbahnen (BMB), Wuppertal-Kohlfurth. An beiden Tagen ging die erste Fahrt um 10.15 Uhr, die letzte Fahrt um 17 Uhr los.
 

Die Fahrkarten zum Preis von zwölf Euro je Kind beinhalteten eine Nikolaustüte und eine erwachsene Begleitperson.
 

 

Leserkommentare (10)


() Registrierte Nutzer