In der Johanneskirche gab es die 125. Kinderbibeltage.

Die Kinder tauchten in die Welt der Bibel ab.
Die Kinder tauchten in die Welt der Bibel ab.

Die Kinder tauchten in die Welt der Bibel ab.

Andreas Fischer

Die Kinder tauchten in die Welt der Bibel ab.

Südstadt. Pastor Gerson Monhof hatte seine private Sammlung durchstöbert und einen Koffer voller Bibeln dabei – die älteste gar über 350 Jahre alt mit einem Einband aus Schweinsleder –, um den Kindern zu zeigen, wie sich die Bücher im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Die Kinder waren fasziniert von den Zahlen, als Monhof das Alter der Bibeln kindgerecht veranschaulichte, indem er etwa das Alter von drei Omas zum besseren Verständnis heranzog. „Das macht auch Respekt, wenn man solche Bücher im Original sieht“, so der Pastor. „Wir sind die Bibelentdecker“, lautete passenderweise die Überschrift der 125. Auflage der Kinderbibeltage in der Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt. Seit gut 15 Jahren gibt es die Veranstaltung für Kinder im Alter zwischen einem und 13 Jahren im Pfarrbezirk Johanneskirche

Die beiden Ehrenamtler Meike Clasen und Wolfgang Gebauer brachten diesmal im sogenannten Anspiel eine Detektivgeschichte auf die Bühne. Der Detektiv erzählte, dass immer mehr Leute verschwinden, die ein großes, dickes Buch dabei haben. Er müsse schließlich herausfinden, was das für ein Buch sei, das die Menschen fessele.

Clara ist ebenso fasziniert: „Die Bibeln sehen so schön und geheimnisvoll aus, obwohl sie so alt sind.“ Michele gefallen dagegen die heutigen Bibeln besser: „Da sind mehr Bilder drin und die sind bunter und bei den alten kann man nicht alle Buchstaben lesen.“ Dafür hat die Neunjährige viel Spaß beim Singen.

Bibelausstellung im Pfarrbezirk Johanneskirche

„Bei der Jahresbibel könnt ihr einen Tag aufschlagen und seht, dass es einen Psalm, einen Text aus dem Alten Testament und einen aus dem Neuen Testament gibt“, erklärte Bianka Placzek, Ehrenamtliche im Bereich Kirche mit Kindern, den einfachen Zugang zur Bibel, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll. Die Kinder lauschten interessiert und aufmerksam.

Nach dem Frühstück wartete auf die kleinen Besucher die Bibelausstellung, die auf 15 Tafeln, die vom Bibelwerk an der Rudolfstraße zur Verfügung gestellt wurden, die Geschichte der Kinderbibel dokumentiert. „Bis zur zweiten Februarwoche haben auch die Gemeindemitglieder die Möglichkeit, sich die Ausstellung während Veranstaltungen und nach Gottesdiensten anzusehen“, so Jugendleiterin Saskia Kellner, die das Fest gemeinsam mit fünf Ehrenamtlern und fünf Jugend-lichen der Konfirmandengruppe ausgerichtet hatte. „Das Vaterunser und die entsprechenden Gesten können alle Kinder mitmachen, das finde ich ganz toll.“

Nach dem Mittagessen erhielten die kleinen „Bibelentdecker“ ein Bibel-Heft und ein ganz besonderes Geschenk: das Poster „Die Bibelburg“ – das sind Aufkleber zum Ausmalen. „Anschließend hat man alle biblischen Bücher zusammen auf einem Poster“, sagt Saskia Kellner. Die Spurensuche der Kinder sollte damit in jedem Fall einen erfolgreichen Abschluss gefunden haben.

 

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