Auch die 41. Auflage des Vohwineler Flohmarkts war wieder ein voller Erfolg.

Flohmarkt
Großbild Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Fundgrube für jeden Wandersmann: Susanne verkaufte Stöcke.

Vohwinkel. Wenn etwas an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen überhaupt nicht ins Bild passte, war es eine Heizung. Doch das gut erhaltene Stück von Anno Tobak sollte sowieso eher zur Dekoration dienen. „Nur 15 Euro“, freut sich der neue Besitzer Achim Pütz aus Solingen über seinen Fund.

Alte Schätzchen und zahlreiche Raritäten

Wie er machten sich am Sonntag etwa 200.000 Besucher beim 41. Vohwinkeler Flohmarkt auf Schnäppchenjagd. Auf der Trödelmeile zwischen Kaiserplatz und Hammerstein gab es wieder spannende Raritäten und Kleinode zu entdecken. Vieles hatte bis dahin ein Schattendasein auf manchem Dachboden gefristet.

Kultige Stühle im Kuhfleckendesign und Omas Spinnrad, die Videokamera im Aktenkoffer stand neben der Angelausrüstung, und Heinos größte Hits waren ebenso gefragt wie die seltene Aufnahme von Abba oder Elvis.

Wie immer herrschte beim bunten Flohmarkttreiben bereits ab zwei Uhr morgens Hochbetrieb. Im Schein der Taschenlampen wurde die heiß begehrte Ware geprüft und kräftig um den Preis gefeilscht.

Als Bürgermeisterin Ursula Schulz das Treiben am Sonntagmorgen eröffnete, war es dafür eigentlich schon etwas spät. Die Politikerin dankte allen Helfern für den ehrenamtlichen Einsatz. Immerhin hat die Arbeitsgemeinschaft Vohwinkeler Vereine (AGVV) angesichts von mehr als 450 Ständen und rund 200.000 Trödelfans alle Hände voll zu tun. Auch nach merh als vier Jahrzehnten wird Vohwinkel weiterhin zum Schauplatz für den bereits vom Guinness-Buch geadelten weltgrößten Eintagesflohmarkt.

Doch solche Superlative sind beim fröhlichen Feilschen und Handeln relativ. Stefan Bonnemeyer aus Haan hat gerade einen großen Teppich erstanden. „Als Kind habe ich hier schon Comics verkauft“, erzählt er. Viele Besucher schätzen das kunterbunte Angebot – es lässt sich nach Herzenslust stöbern. „Hier sind erfreulich wenige kommerzielle Anbieter“, sagt Markus Dalgamoni aus Düsseldorf.

Nachdenklichkeit bei den Organisatoren

Bei den Organisatoren mischt sich in das Hochgefühl auch Nachdenklichkeit. „Wir machen uns Sorgen wegen der Verantwortung, die wir hier übernehmen“, erklärt AGVV Vorsitzender Andreas Schäfer angesichts der drastisch gestiegenen Sicherheitsvorschriften und des Genehmigungschaos im Vorfeld.

„Wir müssen uns überlegen, ob wir als Ehrenamtler eine solche Verantwortung noch tragen können“, merkt Schäfer an.

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