Durchsuchung der Geschäftsstelle durch die Bundesfinanzdierektion im Stadion am Zoo.
Durchsuchung der Geschäftsstelle durch die Bundesfinanzdierektion im Stadion am Zoo.

Durchsuchung der Geschäftsstelle durch die Bundesfinanzdierektion im Stadion am Zoo.

Uwe Schinkel

Durchsuchung der Geschäftsstelle durch die Bundesfinanzdierektion im Stadion am Zoo.

Wuppertal. Die Lage beim Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV spitzt sich zu. In einer großangelegten Aktion durchsuchten Steuerfahnder und Zollfahnder ab 8.30 Uhr die Geschäftsstelle des Wuppertaler SV im Stadion am Zoo und das Privathaus des vor wenigen Tagen zurückgetretenen WSV-Präsidenten und Hauptsponsors Friedhelm Runge. Die Fahnder gingen laut Mitteilung der Wuppertaler Staatsanwaltschaft einem anonymen Hinweis auf Schwarzarbeit nach. Kurz vor 8.30 Uhr fuhren drei Fahrzeuge vor der Haupttribüne des Stadions am Zoo vor. Am Eingang zur WSV-Geschäftsstelle standen die Fahnder zunächst vor verschlossenen Türen, doch dann fanden sie einen Zugang durch den Spielereingang. Wenig später traf der herbeigerufene Frank Herfeld vom Sport- und Bäderamt ein, der die Räume zur Geschäftsstelle aufschloss, nachdem ihm die Fahnder den Durchsuchungsbeschluss präsentiert hatten.

Die Stadt Wuppertal hat als Hausherr die Schlüsselgewalt. Wenig später wurden die ersten Aktenordner in der Geschäftsstelle aus den Regalen gezogen. Völlig überrascht zeigten sich WSV-Trainer Peter Radojewski und Leichtathletiktrainer Thomas Ediger, die kurz darauf eintrafen, um das Regionalligateam auf das heutige Testspiel beim Zweitligisten 1. FC Köln vorzubereiten. Zur gleichen Zeit waren sieben Fahnder im tief verschneiten Heckinghausen unterwegs und durchsuchten das Privathaus von Friedhelm Runge.

Außerdem waren die Fahnder zeitgleich bei Runges Firma Emka in Velbert im Einsatz. (Red)

 

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