Die Zahl der Gründungen von Unternehmen liegt oberhalb des Durchschnitts.

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Großbild Andreas Fischer

Erstsemster an der Uni: Sie treffen in Sachen Gründungen auf bessere Strukturen als die Vorgänger.

Wuppertal. Im Regionen-Ranking zu Unternehmensgründungen steht Wuppertal im oberen Mittelfeld – und zwar bei steigender Tendenz. Das geht aus einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) hervor.

Von Rang 221 auf Rang 144

Das Gründungsverhalten in Remscheid und Solingen war im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil; Wuppertal konnte sich hingegen deutlich verbessern: Lag der Indikatorwert im Jahr 2009 bei 154,6, betrug er im Folgejahr 168,5. Wuppertal hat sich so von Rang 221 auf 144 vorgeschoben. Damit liegt Wuppertal in punkto Gründungsneigung über dem Landes- (157,1) und Bundesdurchschnitt (158,9) und hat sich entgegen dem Landes- und Bundestrend entschieden verbessert.

Mehrere Ursachen für den Aufwind

Für Wuppertals Aufwind in Sachen Unternehmensgründung gibt es nach Einschätzung der Wirtschaftsförderung mehrere Ursachen: Eine Universität, die immer wieder einen Spitzenplatz im Ranking der besten Gründer-Unis Deutschlands belegt, ein bestens ausgelastetes Gründer- und Technologiezentrum, dem immer wieder erfolgreiche Unternehmen entwachsen und ein breites Angebot an Beratung und Unterstützungsmöglichkeiten.

Rund 120 Individualberatungen haben allein Antje Lieser und Berit Uhlmann im vergangenen Jahr durchgeführt. Sie sind bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal zuständig für Gründungen von Freiberuflern. „Diese kommen zumeist schon mit einem Grobkonzept. Schritt für Schritt erarbeiten wir daraus ein tragfähiges Konzept, das dann auch der Arbeitsagentur für den Gründungszuschuss vorgelegt wird“, erklärt Lieser.

Mit diesem Zuschuss sei der Lebensunterhalt im ersten Jahr gesichert. So sind rund 120 Gründungswillige nun als Architekten, Webdesigner, Logopäden, Erziehungshelfer und andere freiberuflichen Tätigkeiten in Wuppertal in die Selbstständigkeit gelangt. Red

Vom 6. bis 10. Februar findet die Gründerwoche des Startercenters NRW Wuppertal-Solingen-Remscheid statt. Hier kann man sich rund um das Thema Gründung und Wachstum informieren. www.bergisches- startercenter.de.

Bundesweit ist ein Rückgang der wissensbasierten beziehungsweise technologieorientierten Gründungen zu verzeichnen. Da aber gerade diese Gründungen für die wirtschaftliche Entwicklung wichtig sind, gibt es auch für dieses Thema ein spezialisiertes Beratungsangebot. Sabine Radig ist Projektleiterin des Kooperationsprojektes beFIT (Bergische Förderung internationaler Technologiegründungen). Ihre Aufgabe: Nationale und internationale Gründer in die Region holen sowie Gründungswillige mit ortsansässigen Unternehmen vernetzen.

Jährlich präsentiert das IfM das sogenannte Neue Unternehmerische Initiative (NUI) Regionenranking. Die Indikatorwerte für die 439 Kreise und kreisfreien Städte geben an, wie viele Gewerbeanmeldungen pro 10 000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einem Jahr vorgenommen wurden.

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