Von Martin Juhre
Freundschaftsverein mit dem tunesischen Tabarka gegründet.
Die SPD-Abgeordneten Dietmar Bell, Manfred Zöllmer, Rolf Mützenich und Kerstin Griese (v. li.) diskutierten in der Färberei mit ihrem Publikum über den Wandel der arabischen Welt.
Gerhard BartschDie SPD-Abgeordneten Dietmar Bell, Manfred Zöllmer, Rolf Mützenich und Kerstin Griese (v. li.) diskutierten in der Färberei mit ihrem Publikum über den Wandel der arabischen Welt.
Wuppertal. Er ist die mächtigste politische Bewegung dieses Jahres: der arabische Frühling, bei dem der Protest mutiger Menschen auf der Straße die Diktatoren in Ägypten, Tunesien und Libyen gestürzt hat. Und demnächst könnte auch Wuppertal eine ganz kleine, unterstützende Rolle in diesem großen Umbruchprozess spielen – das zeigte am Mittwochabend eine Diskussionsveranstaltung der SPD in der Färberei.
Neuer Verein soll etwa bei medizinischer Ausstattung helfen
Bei diesem Abend vor 70 Gästen – eingeladen hatten die SPD-Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese und Manfred Zöllmer sowie der Landtagsabgeordnete Dietmar Bell – verkündete Bell nämlich die Gründung eines deutsch-tunesischen Freundschaftsvereins zwischen Wuppertal und der tunesischen Stadt Tabarka. Über SPD-Mitglieder mit Verbindungen in die Region sei dieser Verein zustande gekommen, hieß es am Donnerstag. Er soll nun die neu aktivierte Zivilgesellschaft Tabarkas bei lokalen Projekten unterstützen.
Als Beispiel nannte Bell etwa Unterstützung bei der Ausstattung der Krankenstation im Ort, dessen einzige Ausrüstung im Moment aus Blutdruckmessgerät und Stethoskop bestehe. Aber auch kulturelle Projekte seinen möglich.
Bei den Partnern in Tabarka handele es sich um einen Verein, dessen Mitglieder vor allem Ärzte und Lehrer seien, so Bell weiter. Aus dem Freundschaftsverein könne langfristig eine feste Städtefreundschaft Wuppertal-Tabarka werden.
Daneben ging es in der Färberei natürlich auch um Weltpolitik – über diese Dimension des arabischen Frühlings referierte Rolf Mützenich, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Er sprach über die dynamischen jungen Gesellschaften der arabischen Länder, aber auch über deren Unterschiede sowie über die Jahrzehnte, die der Umbruch der arabischen Länder dauern werde. An die Ausführungen schloss sich in der Färberei eine angeregte Diskussion an.
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