Düsseldorf. Was haben das flotte Feierabendbierchen und ein Döner auf die Hand gemeinsam? Beide müssen bald draußen bleiben – zumindest in Bussen und Bahnen. Das Verkehrsunternehmen will vom Frühjahr an Alkohol und den Verzehr von warmen Speisen in ihren Fahrzeugen untersagen.
„Fahrgäste haben sich über Essensgerüche und trinkende Passagiere beschwert“, sagt Rheinbahnsprecherin Heike Schuster. „Darauf haben wir jetzt reagiert.“
Wann genau Döner, Burger, Pommes und Co. Bahnverbot bekommen, steht allerdings noch nicht genau fest. „Wir planen gerade eine Kampagne, um Fahrgäste über das bevorstehende Verbot zu informieren.“ Das Unternehmen wolle seinen Kunden nicht mit dem erhobenen Zeigefinger kommen, sondern setze auf Information und Verständnis für das Fritten-Verbot.
Weil das erfahrungsgemäß nicht hinhaut, sollen die Fahrer – sie wachen in den Vehikeln auf die Einhaltung des Hausrechts – und Servicemitarbeiter künftig darauf achten, mit welchem Imbiss Fahrgäste ihre Reise antreten. Es gilt folgender Menüplan: Kaltes wie Brötchen, Obst oder Softdrinks dürfen mit, die Schale Pommes und Alkohol hingegen dürfen nicht mit rein. „Entweder müssen die Fahrgäste auf die nächste Fahrtmöglichkeit warten oder ihr Essen wegwerfen.“
Letzteres ist politisch überaus unkorrekt, ersteres aber immerhin möglich, weil Bierchen und Döner an Haltestelle auch künftig gestattet sind.
Schwieriger wird die Angelegenheit freilich in Straßenbahnen: Viele Türen zum Einstieg bedeuten auch viel Möglichkeiten Doppelwhopper und Konsorten in die Bahn zu schmuggeln. „Wie wir das Problem lösen werden, müssen wir erst noch sehen“, sagt Schuster. Das müssen die Rheinbahner auch, wenn es um Großveranstaltungen geht.
Ob sich Fortunafans auf dem Weg zur Arena (oder dann und wann zum Flinger Broich) ihr Bierchen verbieten lassen, ist eher unwahrscheinlich. An Massenaufläufe wie Rheinkirmes oder Japantag gar nicht zu denken. Kleiner Trost: Karneval liegt zum Glück am Ende des Winters und nicht im Frühjahr.






