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13. Februar 2007 - 00:00 Uhr
Platz Eins: Ein Kunstwerk aus Fleisch und Blut
von Manuel Kölker
Der Bayer-Schwimmer Steffen Driesen hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich.
 
 

Krefeld. Der Waldsee ist einen Steinwurf entfernt, und auch die Traglufthalle des SV Bayer ist deutlich vom Garten der Familie Driesen aus zu erkennen. Logisch, dass aus Steffen Driesen einmal ein Weltklasseschwimmer werden würde.

Zwei Titel bei der Deutschen Meisterschaft

„Die Bedingungen sind wirklich ideal, da kann ich nicht meckern“, sagt der 25-Jährige. Er freut sich über seinen zweiten Titel bei der WZ-Sportlerwahl. Bei der Deutschen Meisterschaft schlug er über 50 Meter den Weltrekordler Thomas Rupprath und holte zudem auf der 100 Meter-Distanz den Titel. Über 200 Meter wurde er Dritter – ein wahrlich erfolgreiches Jahr 2006. „Schade nur, dass ich dann bei der Kurzbahn-WM krank war“, erinnert er sich.

Dafür sind seine Ziele umso größer. Am vergangenen Samstag ging es zum Trainigslager nach Gran Canaria, Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Melbourne, die Ende März stattfindet. „Ich strebe dort neue Bestzeiten an. Und vielleicht springt dann ja eine Medaille heraus“, sagt der Wirtschaftsingenieurwesen-Student.

Die Konkurrenz ist groß, das weiß auch Driesen. Über 100 Meter heißt einer der Konkurrenten Helge Meeuw, dazu kommt aus den USA eine ganze Reihe an Top-Athleten. „Es wird wohl etwas zwischen Rang drei und sieben“, schätzt Driesen.

Springt dann doch mehr heraus, könnte das „Kunstwerk Driesen“ weiter gedeihen. Denn den durchtrainierten Körper des Schwimmers schmücken zahlreiche Tattoos – darunter auch einige mit sportlichem Hintergrund.

Die olympischen Ringe zieren die Knöchel des Top-Schwimmers

Am Knöchel hat er sich die olympischen Ringe stechen lassen, als Zeichen für die Teilnahme an den Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen. In der griechischen Hauptstadt sprang mit der 4 x 100 Meter-Lagenstaffel die Silbermedaille heraus.

Dafür prangt nun ein Stern am rechten Ellenbogen. Zusätzlich ziert ein weiterer Stern die Halspartie. Den Bauch schmücken zwei bunte Schwalben. „Die haben wir uns 2001 zusammen stechen lassen. Vor Robbie Williams“, sagt Katrin, seit über sechs Jahren an der Seite des gebürtigen Meerbuschers.

Nach der kommenden WM heißt es für ihn, im Sommer Grundlagen sammeln für das kommende Jahr. „Die Olympischen Sommer-Spiele in Peking 2008 sind ganz klar das Ziel Nummer eins.“

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