KREIS VIERSEN
Für die öffentliche Toilette in Süchteln braucht man Kleingeld.
Vom neuen Toilettenhäuschen in der Süchtelner Innenstadt über ein Stück Stadtgeschichte bis zu Postern mit Instrumenten.
Viersen. Ein "Häuschen ohne Herz" ist die neueste Süchtelner Einrichtung. Die schon vor Wochen unter einem mächtigen Baum aufgestellte öffentliche Toilette an der Propsteistraße hat Computerprobleme. Die sollen jetzt behoben sein, damit sie zum Irmgardismarkt und der Kirmes in der Innenstadt an diesem Wochenende genutzt werden kann. Wer ein dringendes Bedürfnis stillen möchte, muss 30 Cent einwerfen. Aber Vorsicht! Denn der Automat wechselt nicht. Für den, der das Geld nicht passend hat und mehr einwirft, kann es ein teures Geschäft werden.
Auch für die Autofahrer hätte es teuer werden können. Alfons Görgemanns, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, ist ungewollt zum regulierenden Element des Verkehrs auf der Süchtelner Straße geworden. Görgemanns stand rund 100 Meter vor der Bahnüberführung und blitzte mit seiner Digitalkamera. Weil in der Nähe ein Polizeifahrzeug stand, traten viele Autofahrer auf die Bremse. Des Rätsels Lösung: Görgemanns fotografierte für das Thema "Verkehrsituation auf der Süchtelner Straße" in der Wahlkampfzeitung der SPD.
In die Süchtelner Straße münden Flora- und Bismarckstraße. In der vergangenen Woche hatte sich der Flüsterer über einen Bordstein mit der Aufschrift "Florastraße" im oberen Teil der Bismarckstraße gewundert. Auch für dieses Rätsel gibt es eine Lösung: Die Bismarckstraße hat erst seit 1933 diesen Namen. Dass beide Straßen Florastraße hießen, ist seit 1880 belegt. Allerdings bleibt der markierte Bordstein ungewöhnlich.
Unter Ortskundigen hat sich der neue Trend an der Kreuzung Düsseldorfer-/Höhen-/Mosterzstraße in Süchteln herumgesprochen. Autofahrer aus Richtung Viersen, die auf die Mosterzstraße fahren wollen, biegen auf das Gelände der Firma Duro Moll und erreichen die Mosterzstraße hinter der ehemaligen Tankstelle. Damit haben sie das Warten an der roten Ampel gespart.
Das Schuhgeschäft an der Ecke Haupt-/Bahnhofstraße hat mehrere Monate auf einen neuen Mieter gewartet. Nun ist die "Schuh-Vitrine" eingezogen. Mit unter 50 Euro pro Paar ist die Marke Rieker preiswert. Da hat der Teuro nicht zugeschlagen.
Poster sind in. Für knapp fünf Euro bietet "Musikpoint", Hauptstraße 65, Poster getrennt nach Instrumenten an. So für den Gitarristen und den Saxophonisten, verbunden mit Lehr- und Lernstoff. 04.09.04


