Ein Duo verwüstete einen Taubenschlag.
Brüggen. Zwei Jugendliche aus dem Jugendheim Schloss Dilborn haben Tauben getötet und einen Wohnwagen aufgebrochen. Anschließend wollten sie sich mit einem gestohlenen Luftgewehr Geld im Brüggener Ortskern "besorgen". Gestern Morgen legte das Duo bei der Polizei ein umfassendes Geständnis ab.
Ein Bild der Verwüstung bot sich einem Brüggener Brieftaubenzüchter, als er zu seinem Taubenschlag in der Nähe des Campingplatzes Laarer See kam: Alle Käfige waren aufgebrochen, die meisten seiner über 200 Zucht- und Brieftauben waren verschwunden. Zahlreiche Tiere lagen tot in dem Verschlag und auf dem Gelände. Einigen Tauben waren die Köpfe abgerissen worden, andere nestjunge Tiere hatten die Täter ebenfalls getötet. Der Wert der Tauben liegt im fünfstelligen Eurobereich.
Auf dem Gelände hatte der Brüggener zwei alte Wohnwagen aufgestellt, in denen er gelegentlich seine Freizeit verbrachte. Diese Wohnwagen haben die Unbekannten ebenfalls aufgebrochen, Teile der Einrichtung zerschlagen und sich kräftig an den Alkoholvorräten bedient. Außerdem stahlen sie ein Luftgewehr.
Gleichzeitig meldeten sich Mitarbeiter des Jugendheims Schloss Dilborn, die seit dem Vorabend drei Jungen vermissten, bei der Polizei. Bei der Suche nach dem Trio fanden Erzieher einen der drei, einen neunjährigen Jungen. Er berichtete, was die beiden anderen angestellt hatten. Er erzählte, wo die beiden steckten und wies darauf hin, dass sie ein Luftgewehr bei sich hatten.
Der Erzieher und die hinzugerufenen Polizisten fanden die Verdächtigen in einem nahen Waldstück. Die beiden 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen gaben die Tierquälereien und den Einbruch zu. Freimütig gestand einer der beiden auch, dass man mit dem Gewehr vorhatte, "sich Geld zu besorgen". Deshalb waren sie in der Nacht in den Brüggener Ortskern gegangen, fanden aber keine passende Gelegenheit, jemanden mit der Waffe zu bedrohen und auszurauben.
Die Polizei hat den 14-Jährigen schon länger in Verdacht, dass er Einbrüche und Diebstähle begeht. Dazu sind die Ermittlungen noch im Gange.


